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Veröffentlicht am 02.12.2021

Auf die richtigen Reifen kommt es an! Die Koch-Serviceprofis im Interview

Die Lokalzeitung “Die Hellersdorfer” interviewte Thomas Koch und Serviceleiter Torsten Walter zum Thema Kfz-Service. Die beiden geben interessante Einblicke in den Werkstattalltag. Selbstverständlich spielte gerade jetzt auch das Thema Winterräder eine Rolle.

Die Werkstatt-Kunden kommen obligatorisch zum Reifenwechsel. Bis wann müssen die Sommerräder runter sein?

Thomas Koch: Der empfohlene Zeitraum „Von O bis O“ – Oktober bis Ostern – wird  wird leider nicht von allen eingehalten, was gerade beim Wechsel auf die Winterreifen kritisch sein kann. Momentan hat es die Wetterlage auf unseren Straßen den Nachzüglern ja noch leicht gemacht aber trotzdem ist jetzt die höchste Zeit für den Umstieg auf die Wintergarnitur. Wir sind bei unseren Werkstatt Kunden schon zu etwa 90 % mit dem Reifenwechsel durch.

Lagern Sie auch Räder ein?

Torsten Walter: Natürlich geht das. In unserem eigenen Reifenlager bewahren wir 24.000 Räder von unseren Kunden auf. Eine ausgefeilte Logistik stellt sicher, dass die Räder zum vereinbarten Zeitpunkt zur Verfügung stehen und gewechselt werden können. Während der Sommermonate prüfen unsere Reifenexperten, ob die eingelagerten Räder hinsichtlich der Profiltiefe und Gummibeschaffenheit ausreichende Sicherheit für den nächsten Winter bieten.

Wie so ein Reifenwechsel bei uns in der Werkstatt vonstatten geht, können die Online-Leser hier im Video auch gleich mal miterleben.

Soweit das Reisen möglich ist, wird auch in diesem Jahr der Winter zur Reisezeit. Da muss das Auto top fit sein. Was kann ich für eine optimale Sicherheit tun?

Thomas Koch: Im Urlaub wird das Auto oft ungewohnt weite Strecken gefahren und überdies als „Packesel“ genutzt, also mit viel Gepäck. Daher empfehle ich unseren bewährten Zwölf-Punkte-Klassiker. Unsere Werkstatt-Mitarbeiter prüfen zum Beispiel die Beleuchtungsanlage, die Achsen, Bremsen, Räder und Flüssigkeitsstände.

Torsten Walter: Reisende müssen aber auch spezielle gesetzliche Vorgaben der Urlaubsländer beachten. So sind in Österreich genau so viele Warnwesten mitzuführen wie das Fahrzeug Sitzplätze hat. Und zum Beispiel ist in Tschechien ein Lampensatz mitzuführen.

Oh, da muss man gut Bescheid wissen.

Torsten Walter: Keine Sorge, wir kennen uns aus und beraten unsere Kunden gerne.

Wie viele Kunden betreuen Sie jährlich in all Ihren Werkstätten?

Torsten Walter: in diesem Jahr haben wir in unseren Werkstätten etwa 45.000 Aufträge abgewickelt. Überwiegend betreuen wir Fahrzeuge unserer Stamm-Marken, aber natürlich kennen wir uns aber auch mit vielen anderen Fabrikaten aus.

Mit welchen Wünschen und Anliegen kommen die Kunden üblicherweise?

Thomas Koch: Den größten Umfang nehmen die klassischen Werkstatt-Themen ein, wie Inspektion, Verschleißreparatur, Unfall- und Schadeninstandsetzung, Glasreparatur, „smartrepair“ und Fahrzeugaufbereitung.

Torsten Walter: Andererseits können wir auch speziellere Anliegen routiniert abwickeln. Dazu gehören Leistungsoptimierung, moderne Achsvermessung, Software-Refreshing oder Klimaanlagenwartung auch für die neuesten Kältemittel.

Die neuen Modelle sind vollgepackt mit technischen Innovationen, das ist beeindruckend. Können Ihre Mechaniker überhaupt mithalten?

Thomas Koch: Der technische Fortschritt in den Fahrzeugen spiegelt sich schon in der Berufsbezeichnung wieder. Früher bildeten wir Kfz-Mechaniker aus, heute lernen junge Leute bei uns den anspruchsvolleren Beruf des Kfz-Mechatronikers. Ganz klar, das hat mit der deutlichen Zunahme der elektronischen Systeme in den neuen Fahrzeugen und der Entwicklung der Antriebstechnik hin zum Hybrid- oder Elektroantrieb zu tun.

Torsten Walter: Hier können wir nur Schritt halten, indem wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich schulen und die technische Ausrüstung ständig erneuern. Zu neuen Fahrzeugen gehören für uns immer auch neue Spezialwerkzeuge, Diagnosegeräte und Prüf- und Kalibrierungsinstrumente.

Leider steigt die Zahl der Diebstähle. Kriegen Ihre Fachleute Autos sicherer?

Torsten Walter: Aufgrund der Diebstahlssituation in Berlin befassen wir uns intensiv mit Schutzvorrichtungen. Die mechanische Wegfahrsperre „bear lock“ haben wir in letzter Zeit sehr oft eingebaut und ebenso Schutzplatten für Navigationssysteme.