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Veröffentlicht am 11.01.2019

Mazda RX-7 1992
Mazda RX-7 1992

Erfolg mit Ideenreichtum: die Modelle von Mazda

Die Erfolgsgeheimnisse der japanischen Automobilmarke sind verblüffend simpel. Mazda offeriert uns nicht nur ziemlich cooles Design, sondern auch immer wieder technische Highlights, die sich sonst niemand traut. Und demnächst beginnt bei Mazda ein spezielles Elektrozeitalter.

Mazda war schon immer was Besonderes. Fernöstlicher Stilführer der Branche und voller verrückter technischer Ideen, die die Jungs im Gegensatz zum Rest der Autowelt auch immer tapfer verwirklichten. Leitsatz: Probieren, was geht. Und schon fällt uns das Thema Wankelmotor ein. Der Mazda Cosmo Sport 110 S war 1967 das weltweit erste Serienmodell mit Zweischeiben-Kreiskolben-Motor, und bisher hat Mazda rund zwei Millionen Fahrzeuge mit dem extrem kompakten Wankelmotor verkauft.

Erinnern Sie sich zum Beispiel an den Mazda RX-7? Diesen schneidigen Wankelmotor-Sportler mit den Klappscheinwerfern, der bei uns zwischen 1991 und 2002 mit bis zu 239 PS zu haben war und seidenweich wie eine Flugzeugturbine losdrehte? Genau, lief bis Tempo 250, die Hunderter Marke knackte er nebenbei in 5,3 Sekunden. Ach ja, wir hätten da noch was zum Thema: Den größten Wankel-Triumph errang Mazda nämlich 1991 in Le Mans. Dort gewann ein wilder Mazda 787 B mit einem rund 700 PS starken Vierscheiben-Kreiskolben-Motor das legendäre französische Langstreckenrennen.

Kult sind bei Mazda aber auch etliche Modelle des Hauses. Richtig, der Roadster MX-5 zum Beispiel, der seit Jahren hochhält was früher eine britische Tugend war (Triumph Spitfire, MG MGB und so). Ein Auto, das alle Frauen süß und die meisten Kerle aufregend finden. Passt wie eine 501 von Levi’s. Klein, leicht, easy, offen und erschwinglich. Wer hier bei Schönwetter den Spannriegel des Verdecks öffnet und es in Nullkommanichts hinter den Nacken wirft, ist voll im Glück. Oben viel Sonne, den Wind in den Haaren. Reuelose Freude am Fahren, Kurven frisst das knackige Ding quasi aus der Hand. In der RF-Version mit dem elektrischen Targa-Dach gibt es hier das kribbelnde Roadster-Gefühl sogar für Frischluft-Angsthasen.

Natürlich gab und gibt es bei Mazda noch viel mehr kultige Modelle, da fuhr zum Beispiel Anfang der 90er der kuschlige Rundling 121 (Typ DB), der als smarter Kleinwagen mit seiner sehr, sehr runden Karosserie (Spitzname »Käseglocke«) sämtliche Ecken und Kanten vergrault und als luftiges Extra ein ungewöhnliches Stoffschiebedach hatte. Denn dieses schlaue Mützerl konnte von vorn nach hinten, von hinten nach vorn und sogar gleichzeitig in beide Richtungen betätigt werden.

So, und jetzt der flotte Schwenk zum neuen, ziemlich coolen Design der Marke Mazda, das seit 2014 unter dem Namen Kodo firmiert. Übersetzung? Gern. »Kodo ist der Ausdruck des Gefühls der Bewegung«, erklären uns die Japaner und meinen damit zum Beispiel das elegante Sprungbild von Großwildkatzen. Da muss man erst mal drauf kommen, obwohl die Sache aus dem Munde des Mazda-Chefdesigners Ikuo Maeda ziemlich logisch klingt: »Fahrzeugdesigner lassen sich für gewöhnlich von der Modewelt inspirieren. Wir finden unsere Inspiration lieber an Orten, an denen sonst niemand sucht, zum Beispiel in der Natur mit all ihrer Energie«.

Wie es weiter geht? »Konnichiwa« (Guten Tag) Mazda3! Der neue Kompakte der Marke, unlängst erst in Los Angeles vorgestellt und nun ab 22. März bei Koch Automobile, ist nämlich der nächste Schritt für schnittiges Kodo. Auf seiner schwungvollen Karosserie erzeugt der Wechsel von Licht, Schatten und Reflexionen schon im Stand einen quicklebendigen Eindruck.

Dieser Mazda3 ist zugleich das erste Serienfahrzeug mit dem irren 2,0-Liter Skyactiv-X Benzinmotor (ab Jahresmitte verfügbar). Der erste Serien-Benzinmotor mit Kompressionszündung arbeitet mit einem speziellen Brennverfahren (Spark Controlled Compression Ignition), er soll sich durch direktes und gleichmäßiges Ansprechverhalten, strammes Drehmoment und hohe Drehfreude in Verbindung mit feiner Effizienz auszeichnen. Quasi ein Diesel-Benziner, der die Kompressionszündung eines Dieselmotors ohne Zündkerze („Selbstzünder“) mit der Entflammung des Benzingemischs durch eine Zündkerze kombiniert. Gab es bisher nicht und soll locker 20 Prozent Kraftstoff einsparen.

Zum netten Einstiegspreis von 22.990 Euro wird der neue Mazda3 übrigens viel inklusive haben, zum Beispiel Voll-LED Scheinwerfer, Klimaanlage, Alufelgen und sogar ein Head-up-Display mit Projektion in die Windschutzscheibe. Dazu Mazda Connect mit 8,8-Zoll Bildschirm inklusive Navigation, Verkehrszeichenerkennung, Apple CarPlay, Android Auto und DAB Radio sowie diverse Fahrerassistenzsysteme, zum Beispiel den City-Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung und eine Ausparkhilfe.

Längerfristig wären Sie gern ökologisch vorbildlich mit einem Stromer von Mazda unterwegs? Keine Angst, Mazda ist auch schon auf dem Elektropfad. Logisch, betont unkonventionell. Mitte nächsten Jahres kommt das erste E-Modell in zwei Ausführungen auf den Markt. Nummer eins ist wird ausschließlich elektrisch per Batterie angetrieben, Nummer zwei kombiniert die Batterie mit einem kleinen, leichten und leisen Mazda Kreiskolben-Motor, der dann als Reichweiten-Verlängerer (Range Extender) dient. Er lädt die Fahrzeugbatterie bei Bedarf wieder auf und ist so ein sicheres Mittelchen gegen die grassierende Reichweitenangst der europäischen Kunden. Da feiert der einzigartige Kreiskolbenmotor nun also ein schönes Comeback als Antriebsquelle der Zukunft.
Übrigens: Audi hat 2012 mit dem City-Flitzer A1 E-tron exakt das Gleiche probiert, man war sogar im Kooperations-Gespräch mit Mazda. Der fast produktionsreife Prototyp der Ingolstädter mit der kompakten Wankelmotor-Reserve fuhr sich sensationell leise und sportlich. Am Ende aber gab es kein Okay fürs Projekt von der Konzernmutter VW.

Übrigens sind Sie mit Ihrem Mazda-Interesse bei uns nicht allein, denn 2018 erreichte die japanische Marke in Deutschland einen Marktanteil von zwei Prozent bei den Neuzulassungen. Bemerkenswert für eine Importmarke. Die Renner waren natürlich die beiden anmutigen SUV-Feger. Der mittelgroße CX-5 fand über 20.000 Käufer, beim kleineren, auffällig sportlichen CX-3 waren es rund 17.000. Neugierig geworden? Kommen Sie doch einfach bei Koch Automobile für eine Probefahrt vorbei.